Frauenquote für Schröder "Ultima Ratio"

Exklusiv So kritisch wie in ihren Jahren bei der Jungen Union steht die Familienministerin Quotenregelungen nicht mehr gegenüber. Wie der Anteil von Frauen in den Führungsetagen der Wirtschaft gesteigert werden kann, will sie im Gespräch mit Unternehmen herausfinden.

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) will den Frauenanteil in den Führungsetagen maßgeblich erhöhen. “Ich möchte zuallererst Transparenz und Berichtspflichten deutlich verbessern. Unternehmen müssen genau aufschlüsseln, welchen Frauenanteil es auf welchen Ebenen gibt und wie der sich entwickelt. Und an diesen Ergebnissen werden sich die Unternehmen dann auch messen lassen müssen”, sagte sie im FTD-Interview. Eine Frauenquote für den Aufsichtsrat will Schröder allenfalls dann einsetzen, wenn alle anderen Instrumente zu wenig Wirkung zeigen. “Eine Quote ist für mich immer nur Ultima Ratio. Sie ändert nichts an den Ursachen, sie doktert nur an den Symptomen rum. Ich bin skeptisch, lehne sie aber nicht völlig ab.”

Forderungen nach einem Pflegegeld analog zum Elterngeld wies sie zurück. “Natürlich wäre das schön. Aber ich muss doch den Realitäten ins Auge sehen. Wir können nicht ständig neue staatliche Aufgaben erfinden und mehr Geld verlangen. Das muss ich gerade als junge Ministerin im Auge haben. Wir haben die höchste Neuverschuldung in der Geschichte der Bundesrepublik. Eine solche Leistung würde meinen Haushalt sprengen.” Eine Art Taschengeld für diese Leistung fände sie schlimm. “Wenn ich sagen würde, ihr bekommt für diese Leistung jetzt 50 Euro. Das wäre eine Beleidigung.”

Our videos